Frühbehandlung

Während der langen Entwicklungs- und Wachstumszeit der Kiefer und der Zähne bestimmen vererbte und erworbene Faktoren die Form und die Funktion des Kiefer-Gesichtssystems. Störungen der Entwicklungs- und Wachstumsvorgänge können durch eine Vielzahl von äußeren Einflüssen wie Ernährungsfehlern, Habits (Angewohnheiten), Parafunktionen (unnatürliche Tätigkeiten im Bereich des Kauapparates), Mundatmung, Haltungsschäden, Zwangsbissführungen und Karies hervorgerufen werden.

Der Hauptverantwortungsbereich der Kieferorthopädie liegt daher darin:

– alle Entwicklungsstörungen rechtzeitig zu erkennen.
– alle Faktoren, die einen abwegigen Verlauf der regelrechten Gebissentwicklung bewirken oder verstärken, rechtzeitig festzustellen und zu beseitigen.

Diese präventiven kieferorthopädischen Maßnahmen liegen vorrangig im Zeitraum der Entwicklungs- und Nutzperiode des Milch- und frühen Wechselgebisses.

Sie beinhaltet Aufklärung, regelmäßige kieferorthopädische Betreuung und spezielle therapeutische Hilfsmittel.

Dadurch kann später auf eine aufwändige kieferorthopädische Behandlung verzichtet werden.